
Warum wir versuchen, die Heizgeräte im Badezimmer zu zerstören – damit Sie das nicht tun müssen
Das Einbauen einer Infrarotlampe im Badezimmer ist etwa so, als würde man ein Elektronikgerät in eine Sauna werfen. Überall entsteht Dampf, Wasser spritzt herum – und die Temperatur kann innerhalb weniger Minuten von eisig auf kochend steigen.
Wir hoffen nicht einfach darauf, dass die Lampen das überstehen. Wir verwenden vielmehr viel Zeit darauf, sie absichtlich zum Versagen zu bringen – in unserem Labor.
Das „IP44“-Schild
Auf der Verpackung finden Sie das Zeichen „IP44“. Für die meisten Menschen ist das nur eine Art Code. Für uns hingegen entscheidet dieses Zeichen darüber, ob es zu einem angenehmen Morgen oder zu einem Kurzschluss kommt.
Der eigentliche Feind hier ist die Kondensation. Der Dampf findet kleine Spalten, dringt durch die Dichtungen ein und trifft auf das heiße Quarzsilikatglas. Der plötzliche Temperaturunterschied kann katastrophal sein. Wenn auch nur für eine Sekunde die Dichtung nachgibt, gelangt Feuchtigkeit an die elektrischen Komponenten. Wir wissen alle, was passiert, wenn Wasser mit Strom in Berührung kommt – das ist nicht gut.
Der „Schweißbox“-Test
Um sicherzustellen, dass das nicht passiert, unterziehen wir jede Charge eines solchen Geräts einem sogenannten Feuchtigkeits- und Hitze Tests. Im Grunde legen wir die Lampen in einen Raum, in dem es extrem feucht und heiß ist – tagelang. Das ist wie ein Druckkochtopf für Elektronikgeräte. So können wir simulieren, wie die Geräte über Jahre hinweg im Badezimmer verwendet werden.
Wir suchen nach Rissen. Schrumpfen die Dichtungen? Verformt sich der Gehäusekorpus? Wenn eine Lampe am ersten Tag noch in Ordnung aussieht, aber nach 30 Tagen anfängt zu oxidieren, weil Feuchtigkeit in die Elektronik gelangt ist, dann ist sie defekt. Dann werfen wir sie weg.
Das Problem mit der „Atmung“ der Lampen
Das Schwierige dabei ist: Hochleistungs-Lampen werden unglaublich heiß. Diese Hitze lässt die Materialien ausdehnen. Wenn man anschließend den Schalter ausschaltet, kühlt alles ab – und die Materialien schrumpfen wieder.
Es ist fast so, als würde die Lampe „atmen“. Jedes Mal, wenn sie „einatmet“, besteht die Gefahr, dass feuchte Luft in das Gerät gelangt. Um das zu verhindern, verwenden wir spezielle Silikondichtungen. Diese bleiben flexibel und fest – egal wie heiß oder kalt es wird.
Es handelt sich dabei um eine solide Lösung – doch ein kleiner Tipp: Stellen Sie sicher, dass Ihr Badezimmer gut belüftet ist. Wir bauen diese Geräte so, dass sie viel aushalten können – doch wenn man in einer ständigen Dampfwolke lebt, wird selbst das widerstandsfähigste Gehäuse nach ein paar Jahren unter Stress geraten.